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Das Web-Adressbuch für Deutschland

Der Herausgeber

Mathias Weber, geb. 1969, Diplom-Politologe, ehemaliger Rundfunk-Redakteur und Geschäftsführer eines Presseverbandes, war über zehn Jahre Herausgeber des Kulturmagazins IMPULS. Seit 1998 veröffentlicht er jährlich das inzwischen zum Standardwerk für das Internet avancierte "Web-Adressbuch für Deutschland".

Was hat Sie auf die Idee für ein "Web-Adressbuch" gebracht?

Dazu möchte ich ein Beispiel geben: Tippen Sie doch mal einen allgemeinen Suchbegriff wie "Fußball" in eine Internet-Suchmaschine wie z. B. Google ein. Als Ergebnis werden über 1.710.000 "Treffer" angezeigt. Unter diesen "Treffern" sind aber nicht nur die wichtigsten Adressen der großen Fußballvereine oder aktuelle Fußballergebnisse zu finden, sondern auch die kleine Fan-Seite einer einzelnen Person. Jede Web-Seite, in der als Schlagwort "Fußball" auftaucht, wird so angezeigt.

Das Web-Adressbuch hingegen listet nur die fünf bis zehn besten Internet-Adressen auf, die zudem geprüft und von der Redaktion beschrieben wurden. Für die Aufnahme in unserem praktischen Web-Guide zählt ausschließlich die Qualität der Seite und der Abdruck ist völlig kostenlos.

Anders bei vielen Suchmaschinen: Dort wird für eine gute Platzierung der Web-Seite eine Gebühr berechnet oder der Eintrag ist völlig kostenpflichtig, wie z. B. bei Web.de Viele Nutzer sind sich dessen aber nicht bewusst und klicken einfach auf die Adressen, die ganz oben auf der Liste stehen.

Was ist das "Web-Adressbuch" eigentlich genau?

Das Web-Adressbuch für Deutschland 2006 präsentiert die wichtigsten deutschen Internet-Adressen zu über 1.700 Themengebieten. Aus über acht Millionen deutschsprachigen Web-Seiten wurden nur die 6.000 Besten ausgewählt. Übersichtlich geordnet in 21 Kapitel wie "Arbeit & Beruf", "Einkaufen", "Internet & Computer", oder "Wirtschaft". Am Anfang jedes Kapitels stellen wir die acht besten Adressen aus den jeweiligen Bereichen vor. Dabei entscheidet allein die Qualität der Seiten über den Eintrag, denn unsere Texteinträge sind vollkommen kostenlos!

Und wozu braucht man es, wo es doch die vermeintlich aktuelleren Internet-Suchmaschinen gibt?

Suchmaschinen sind ja wie gesagt nur solange aktuell, wie die enthaltenen Seiten auch gepflegt werden. Die vermehrte Anzahl toter Links zeigt uns, dass das in vielen Fällen eben nicht ausreichend geschieht. Die im Web-Adressbuch enthaltenen Adressen werden von unseren Redakteuren nach strengen Qualitätsmerkmalen ausgesucht, vor jeder Drucklegung einzeln überprüft und durch den ständigen Kontakt mit den Web-Mastern der Seiten können wir eine sichere Trefferquote, größtmögliche Aktualität und hohe Qualität gewährleisten. In Suchmaschinen findet man außerdem nur, was man sucht. Unser Buch hat den Vorteil, dass man schmökern kann. So findet man beim Blättern auch Adressen, nach denen man nie gesucht hätte.

Die farbigen Screenshots sind nicht nur was fürs Auge, sie bieten auch die Möglichkeit, sich vorab schon mal mit der Internet-Seite vertraut zu machen, was eine spätere Navigation sehr erleichtert.

Kann man die Schrift auf den Screenshots denn lesen?

Ja, denn wir drucken mit einem 80er Raster auf Hochglanzpapier, d.h. der Druck ist sehr hochwertig und man kann so die Schrift auf den Homepages gut lesen.

In letzter Zeit ist ja der Trend zu beobachten, dass immer mehr Menschen die Internet-Seiten direkt anwählen und nicht mehr über Suchmaschinen beginnen und sich dann durch das Netz klicken, was im allgemeinen als "Surfen" bezeichnet wird. Inwieweit trägt Ihr Buch diesem Trend Rechnung?

Das Web-Adressbuch ist handlich, es lässt sich bequem neben die Tastatur legen und klappt nicht gleich wieder zu. So kann der Nutzer die Adressen abtippen und ist innerhalb kürzester Zeit dort wo er sein möchte, ohne den Umweg über Suchmaschinen zu gehen.

Das ist für Internet-Anfänger sicher interessant, aber haben Profis auch etwas von Ihrem Buch?

Für Anfänger sind wir in der Tat eine Einstiegs- und Navigationshilfe für das deutschsprachige Internet, aber auch Profis werden in unserem Buch interessante Adressen finden, die in keiner Suchmaschine verzeichnet sind. Zudem profitiert doch jeder von den kürzeren Suchzeiten im Netz, denn Online-Suche kostet Online-Zeit und damit Geld.