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Interview mit Edgar Wilkening von wineroom

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Edgar Wilkening von wineroom

Edgar Wilkening von wineroom

„Mittlerweile werden überall auf der Welt fantastische Weine gemacht.“

Beschreibe Deinen Blog in zwei Sätzen und erkläre, was das Besondere daran ist!

Unser Motto lautet "Tasting, Rating, Celebrating". Denn neben dem Probieren und Bewerten steht insbesondere das Feiern, das Lebensgefühl und die Geschichten rund ums Thema Wein im Fokus.

Wie bist du auf die Idee gekommen einen eigenen Weinblog zu starten?

Ich hatte einen Wein im Glas, der von einem renommierten Onlinehändler stammte. Der hatte die Flasche als absolutes Meisterwerk beschrieben. Ich dagegen fand den Wein einfach nur misslungen und war extrem enttäuscht von der Grütze. Immerhin lag die Flasche um die 40 Euro, da darf man ja schon was erwarten. Ich habe den Wein dann gegooglet, um zu sehen, ob ich es hätte wissen können, wenn ich mich vorher besser informiert hätte. Aber ich fand keine einzige Besprechung. Kann doch nicht sein, dachte ich, man muss doch davor warnen, was man hier für 40 Euronen ins Glas bekommt! Und dann habe ich entschieden: Wenn niemand anderes warnt – dann mache ich das eben. So ist der wineroom entstanden. Übrigens ist die Besprechung des „Meisterwerks“ bis jetzt noch nicht erschienen, wartet aber als Entwurf noch auf seinen großen Tag.

Welcher Wein ist dein persönlicher Favorit?

Immer genau der, der als nächstes ins Glas kommt. Denn gerade das macht das Thema so spannend: Es gibt Hunderttausende Weine, und mit jeder tollen Probe gerät die Liste deiner persönlichen Lieblingsweine wieder in Bewegung. Und mittlerweile werden überall auf der Welt fantastische Weine gemacht.

Welche Kriterien sind für dich bei der Bewertung eines Weines entscheidend?

Eleganz, Komplexität, Tiefe, Länge, Frische. Und wenn ein Wein mal zwischen zwei Noten steht, spielt auch die Art der Herstellung eine Rolle. Da hat bio und naturnah dann die Nase vorn.

Weißwein, Rosé , Rotwein oder doch lieber Sekt?

Genau in der Reihenfolge, bitte! Und dann wieder von vorne.

Welcher ist der teuerste Wein, den du bisher getrunken hast?

Das waren sicher einige im hohen dreistelligen Bereich. Aber man darf sich das ja nicht so vorstellen, dass man sagt: Komm, heute mach ich mir mal die 600-Euro-Buddel auf. Sondern das sind so besondere Weine, da kommen dann viele Personen zusammen und so eine Flasche wird in großer Runde gemeinsam genossen, um sie entsprechend zu würdigen.

Muss ein guter Wein zwingend teuer sein?

Klare Antwort: Nein, muss nicht. Aber dennoch man kann feststellen, dass die Qualität mit zunehmendem Preis deutlich steigt. Und zwar überproportional, wenn man mal den Billigbereich von drei, vier, fünf Euro verlässt und in den Bereich bis fünfzehn, zwanzig Euro geht. Da gibt's im Prinzip für jede zwei, drei Euro mehr gleich doppelte Leistung.

Hand aufs Herz: Hast du einen guten Wein im Keller, den du niemals trinken wirst, sondern nur besitzen willst? Wenn ja, welchen und warum?

Ein 1974er Château Mouton Rothschild. Warum? Lange Frauengeschichte ... Aber trinken braucht man die Flasche nicht mehr. War eh ein schwaches Jahr im Bordeaux. Und in dem Fall wird er nach vierzig Jahren kaum noch auf der Höhe sein.

Jeder kennt das Problem: Man möchte eine gute Flasche Wein kaufen, steht vor dem Regal im Supermarkt und weiß nicht weiter: Was ist dein Rat für diese Situation?

Nix unter sechs, acht Euro mitnehmen. Ab da geht’s auch im Supermarkt so langsam los.

Welche Web-Seiten zum Thema Wein benutzt du gerne?

Großartig ist die Wein-Suchmaschine auf wein.cc. Sie hilft, schnell Händler zu finden, bei denen Wunschweine verfügbar sind. Und manchmal kann man über die Suchmaschine sogar echte Schätze entdecken.

Abgesehen von deinem eigenen Blog - welche Weinblogs liest du am liebsten?

Originalverkorkt von Wein-Blogger Christoph Raffelt: sehr kompetent gearbeitet und gut geschrieben. Tipp: seine Podcasts zum Thema Wein.

Wie ist deine Sicht auf die Debatte über Schraubverschluss und Korken?

Haben beide ihre Berechtigung. Bei preiswerten Weinen: nur noch Schrauber, bitte. Und bei hochwertigen Weinen: Kork nur, wenn er wirklich gut ist und nicht aus der Ramschkiste kommt – sonst lieber auch Schraubverschluss.

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