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Pressestimmen - Das Web-Adressbuch für Deutschland

Pressestimme - MOZ Märkische Oderzeitung


Ein Schmöker als Surf-Startrampe „Web-Adressbuch für Deutschland“ ist eine sinnvolle Ergänzung zur Online-Suchmaschine

Suchmaschinen fürs Internet kennt inzwischen Jeder. Aber wo fängt man an, wenn man mal „nur so“ im Internet herumsurfen will? Da bietet sich ein Hilfsmittel an, was nur auf den ersten Blick rückständig erscheint: Ein gedrucktes Nachschlagewerk.

„Das Web-Adressbuch für Deutschland 2007“ enthält nach eigenen Angaben die „6.000 wichtigsten deutschen Internet-Adressen“ – die Wichtigkeit mag jeder für sich selbst einschätzen, aber fest steht, dass der 860 Seiten starke Schmöker neben der PC-Tastatur einen guten Auftritt hat. Weil er genau das ermöglicht: Schmökern.

Für planloses umherbummeln im Netz ist man nämlich ohne Wegweiser aufgeschmissen. Bei Ebay beispielsweise funktioniert das dadurch, dass man über die Kategorien in die Flut der angebotenen Artikel eintaucht. Auch die Redaktion des Web-Adressbuchs hat vorsortiert. 20 Hauptkapitel gibt es, von „Arbeit & Beruf“ bis „Wissenschaft“. Die werden noch einmal untergliedert in Ruriken wie „Studienplatztauschbörsen“, „Camping“ oder „Pflanzen/Saatgut“. Jede Internetseite wird mit kurzer Inhaltsangabe vorgestellt. Viele Seiten werden auch als Abbildung gezeigt: Diese Auswahl erfolgt allerdings nicht nur aus redaktioneller Sicht: Die Bilder zu den erwähnten Links sind bezahlte Anzeigen.

Und was findet man so beim „Schmökern“ durch das Web-Adressbuch? Einen Online-Hörtest beispielsweise, den das forumbesserhoeren.de bereithält. Der glatzenrechner.de (er gibt Auskunft über die Wahrscheinlichkeit, mit der sich im fortgeschrittenen Alter das männliche Haar lichtet) ist schon öfter mal durch den Blätterwald gerauscht. Spannend ist aber gewiss ein regelmäßiger Blick auf die Seite krankenkassenratgeber.de – da gibt es steht’s aktuelle Online-Vergleiche von Kassenbeiträgen und Leistungen. Andere Seiten sind eher was für Spezialisten: Auf „aktuell.de.selfhtml.org“ wäre man auch ohne dieses Buch sicher kaum gelandet. Wer braucht im Alltag schon eine „allumfassende Dokumentation zu HTML, CSS, XML, XSLT, JavaSkript, DOM, CGI/Perl und DHTML“?

Manche der vorgestellten Seiten sind schlichtweg gewerbliche Angebote großer Firmen oder Versandhäuser, andere liebevoll gestaltete Portale von Freunden bestimmter Hobbys, von denen aus man sich herrlich im Netz verlaufen kann – wohl dem, der eine Flatrate hat. Einsteigen bitte: Beim comicforum.de zum Beispiel, bei lebensmittellexikon.de oder bei surfmusik.de, einem Portal für 3.000 Internet-Radiostationen. Politik und Behörden sind auch viele Seiten gewidmet, manchmal gleich zwei verschiedene zum selben Thema: So wird auf www.bundeswehr.de verwiesen und gleichzeitig auf www.truppen.info – letzteres ist vom Verteidigungsministerium unabhängiges Portal.

Reisen, Soziales, Sport, Umwelt – die Themenvielfalt im Web-Adressbuch hält tatsächlich, was sie verspricht. Wodurch das Nachschlagen nicht nur ein Leitfaden für Vielsurfer werden kann, sondern auch ein Sparbuch für Internetnutzer mit schmalbandigem ISDN- oder Analoszugang: Wer sich offline informieren kann, muss nicht so lange online auf den großen Suchmaschinen wühlen, bis er fündig wird.

Natürlich kann es passieren, dass einzelne Seiten beim Aufruf durch den Adressbuch-Leser nicht mehr aufzufinden sind: Ein solches Werk ist halt nur eine Momentaufnahme des Internets. Aber auch, wenn sich das World Wide Web ständig verändert: Ganz verschwunden ist eine Seite selten, vielleicht wurde sie ja nur umbenannt. Im Zweifelsfall sucht man einfach nach einzelnen Stichworten oder Namensbestandteilen… genau: Bei Google und Konsorten.


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