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Die Web-Seiten-Tester

Interview mit Heidi Rabbach von Einfach mal einfach

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„Ein gesunder Körper hat Mittel und Wege, Signale zu senden, die dazu führen, dass wir essen, was wir brauchen.“

Beschreibe Deinen Blog in zwei Sätzen und erkläre, was das Besondere daran ist!

Bei „Einfach mal einfach“ geht es um alles, was das Leben einfacher und leckerer macht. Das können neben selbstgemachten Abkürzungen in der Küche (z.B. Back- und Gewürzmischungen) auch einfache Haushaltsreiniger sein, die kostengünstig und mit einfachen Mitteln ebenso zum Ziel kommen wie die herkömmlichen Putzmittel. Ich geben viele Tipps und Tricks für die Küche und den Alltag weiter, die besonders auch für Mütter und Väter kleiner Kinder interessant sein könnten und das Leben einfach einfacher machen.

Wie bist du auf die Idee gekommen, einen eigenen Foodblog zu starten?

Ich wurde häufig darauf angesprochen, dass die Dinge, die mir das Leben mit inzwischen drei kleinen Kindern unter fünf Jahren leichter machen, vielleicht auch anderen zu einem entspannteren Leben verhelfen könnten. Auch um Rezepte wurde ich häufig gebeten, so dass mir irgendwann verschiedene Freunde und Verwandte den Start eines Blogs ans Herz legten.

Was ist dein persönliches Lieblingsgericht?

Seit einer Weile ist es der Brokkoli-Nudel-Reis, der mir durch die ungewöhnliche Kombination von Reis und Nudeln besonders gut gefällt. Dass das Ganze in 20 Minuten fertig ist und alles in einer Pfanne passiert, sind natürlich zusätzliche Pluspunkte.

Hand aufs Herz - was gibt es zu essen, wenn du mal gar keine Lust auf Kochen oder Backen hast?

Ich habe normalerweise einige selbstgemachte Abkürzungen eingefroren, die mit wenig Aufwand unserer Familie gut den Magen füllen – zum Beispiel in passenden Portionen eingefrorene Hackfleischsoße, die schnell über die Nudeln kommen kann. Aber wenn gar nichts geht, dann werden es entweder Panini oder wir bestellen auch mal eine Pizza.

Hast Du ein (Koch-)Vorbild?

Meine Vorbilder sind eigentlich die vielen englischsprachigen, bloggenden „Berufsmamas“, von denen ich unglaublich viel gelernt habe und weiter lerne, wie ich Abläufe im Haushalt mit kleinen Kindern optimieren kann, ohne auf Tüten und Fertigessen zurückfallen zu müssen. Richtig toll finde ich aber auch „America’s Test Kitchen“ (www.americastestkitchen.com), die durch eine wissenschaftliche Herangehensweise ans Kochen und Backen herausfinden, wie man aus einem Rezept das meiste herausholen kann. Dadurch lerne ich unglaublich viel.

Woher holst du deine Inspirationen?

Meine Inspiration kommt hauptsächlich von amerikanischen Bloggerinnen. Pinterest ist für mich eine Fundgrube, wovon vieles getestet und schließlich passend für unser Leben abgewandelt wird.

Nach Rezept oder nach Gefühl: Wie kochst du am liebsten?

Als ehemaliger Koch- und Backmuffel bin ich zwar schon sehr weit gekommen und traue mich auch inzwischen, manches nach Gefühl zu kochen – vor allem, wenn ich beim Würzen auf selbstgemachte Gewürzmischungen zurückgreifen kann. In 95% aller Fälle fühle ich mich aber am wohlsten, wenn ich ein Rezept als Grundlage habe. Dann wird das immer noch je nach Geschmack und vorhandenen Zutaten verändert und angepasst, aber mit so einer Basis ist die Erfolgsaussicht einfach wesentlich besser als wenn ich komplett freestyle koche :-)

Welches Küchengerät würdest du nicht mehr missen wollen?

Eine gute Küchenmaschine mit Food Processor und großem Teigvolumen wie meine Kenwood Cooking Chef finde ich für uns unersetzlich, einfach weil viele Dinge schneller erledigt werden oder ich in der Zwischenzeit anderes erledigen kann. Gerade in einem Haushalt mit kleinen Kindern muss vieles nebenbei oder auch mal schnell gehen und da macht es schon einen Unterschied, ob ich 20 Minuten Kartoffeln reibe oder die Maschine das in weniger als zwei Minuten für mich erledigt – da ist der Unterhaltungswert für meine Kids noch gar nicht mit einkalkuliert :-)

Worauf achtest du beim Einkauf deiner Zutaten?

Wenn es irgendwie geht bevorzuge ich „echte Lebensmittel“, die keine Zutatenliste benötigen, weil ich glaube, dass stark oder unnötig verarbeitete Lebensmittel einen großen Teil zu den gängigen Zivilisationskrankheiten inklusive Übergewicht beitragen. Natürlich gibt es aber auch bei uns verarbeitete Lebensmittel und dann legen wir Wert darauf, dass sie ohne Hefeextrakt oder andere (versteckte) Geschmacksverstärker oder Aromen auskommen. Wir möchten einfach nicht, dass unser Geschmack und vor allem auch der unserer Kinder durch diese Zusätze so sehr an unnatürliche Intensität gewöhnt wird, dass frische Lebensmittel nicht mehr kräftig genug schmecken. Für die Zeiten, wenn alle Stricke reißen, habe ich am liebsten die Fertiggerichte von Frosta im Tiefkühlschrank, weil die Zutatenliste wirklich so ist, wie man zuhause auch kochen würde. Allerdings gehen wir da nicht religiös vor und versuchen uns trotzdem keinen Stress zu machen. Gemäß der 80/20 Formel ist ja schon viel erreicht, wenn 80% der Nahrung wenig industriell verarbeitet ist, so dass man genügend Puffer für genussvolle Ausnahmen hat.

Dinner for Two: Mit welchem Menü willst du deine/n Liebste/n verzaubern?

Mein Mann ist da eher pragmatisch und mit selbstgemachten Spaghetti Carbonara oder einem Hackbällchen-Panini sehr schnell glücklich zu machen… Wenn es aber etwas Besonderes sein soll, dann wäre ein medium-rare-Steak mit Kartoffelpüree und Tiramisu als Nachtisch ein Volltreffer.

Es ist der Geburtstag deiner besten Freundin - was bringst du Schmackhaftes mit?

Wahrscheinlich am ehesten eine abgefahrene Süßspeise wie „Cookie-Dough-Cheesecake-Brownies“, die es nach amerikanischen Vorbild so sehr in sich hat, dass man das spannend klingende Rezept wirklich nur ausprobieren will, wenn es genügend Mitesser gibt :-)

Welche Web-Seiten zum Thema Food nutzt du gerne?

Ich schaue mich gern um, was Cook’s Illustrated oder die America’s Test Kitchen zu bieten haben, weil die Rezepte normalerweise Substanz haben. Aber ich liebe auch den Smitten Kitchen Blog, den Blog der Pioneer Woman, Damn Delicious und noch viele andere, die geschmacklich offenbar viel mit den Vorlieben meiner Familie gemeinsam haben.

Welche Online-Shops für Lebensmittel und besondere Zutaten kannst du empfehlen?

Wir bestellen gern bei MyTime, weil vor allem Tiefkühlware so perfekt gekühlt Zuhause ankommt, wie man das gerade im Sommer niemals selbst schaffen würde. Mit einigen Amazon-Prime-Sparabos machen wir uns auch das Leben leichter, indem gerade sperrige oder schwere Artikel wie Klopapier, Küchenrolle oder Mehl regelmäßig nach Hause geliefert werden. Gewürze bestelle ich auch am liebsten online, weil die Vielfalt und Übersicht einfach schwer vor Ort zu finden ist. Da habe ich mit dem Apfelbacher Gewürz-Express bisher gute Erfahrungen gemacht.

Abgesehen von deinem eigenen Blog - welche Foodblogs liest du am liebsten?

Neben den schon erwähnten englischsprachigen Blogs mag ich Hase im Glück, Little Tiger, Kebo Homing, Brutzelmania, Stilettosandsprouts und Springlane sehr gerne.

Superfood, Fatburner, Low Carb... - was hältst du von den aktuellen Food-Trends?

Obwohl ich vor einigen Jahren mit einer gemäßigten Form von Low Carb in Kombination mit Sport nach langer Diätenkarriere mein Übergewicht endlich losgeworden und auch nach drei Schwangerschaften nicht wieder in die alte Gewichtsklasse zurückgeraten bin, sehe ich Foodtrends inzwischen doch eher zurückhaltend. Ich glaube, dass eine Reduzierung von stark verarbeiteten Lebensmitteln bzw. solcher, die unser Körper kaum noch als Nahrung erkennen kann, der beste Schritt hin zu einer gesunden Ernährung ist. Zudem lerne ich gerade selbst viel darüber, wie man zurück zu intuitivem Essen findet. Immerhin schafft es unser Körper im Normalfall sehr gut, sich auch ohne unser Zutun um die richtigen Werte zu kümmern – oder wann hat man sich zuletzt bewusst an Richtlinien halten müssen, damit die Sauerstoffsättigung stimmt? Ein gesunder Körper hat Mittel und Wege, Signale zu senden die dazu führen, dass wir essen, was wir brauchen – wir müssen es nur wieder wagen und lernen, eher diesen Signalen zu folgen als den sich ständig wechselnden Ratschlägen von außen. Natürlich muss man in diesem Zusammenhang auch emotionales Essen und die Essgewohnheiten angehen, aber ich glaube, dass sich der Prozess lohnt und man zu einer neuen Freiheit und Gelassenheit im Umgang mit Essen finden kann, und gleichzeitig automatisch überschüssiges Gewicht abgeworfen wird. Denn das steht ja im Kern der meisten Food-Trends: Entweder der Versuch ewige Jugend und Unverwüstlichkeit zu erreichen, oder eben überschüssiges Gewicht loszuwerden. Und dazu eignet sich ein Langzeitprozess wohl mehr als eine der endlos vielen Crash-Diäten, die alles nur noch schlimmer machen: Man hält eine Weile durch, irgendwann bricht man ein (weil der Körper sich zu wehren weiß, wenn unmenschliche Regeln auferlegt werden), man isst Unmengen, fühlt sich mies und als Versager und zieht beim nächsten Start noch strengere Regeln zu Rate. Diese Spirale kann gewichtsmäßig nur nach oben führen und muss langfristig durchbrochen werden. Nichtsdestotrotz gibt es sicherlich viele sehr nährstoffreiche Lebensmittel, die sich, wenn man sie einmal kennt, leicht in die Ernährung einbauen lassen und so die Versorgung des Körpers mit tollen Nährstoffen bei gleichbleibend leckerer Ernährung und Spaß am Essen sicherstellen können.

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