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Die Web-Seiten-Tester

Interview mit Janke Schäfer von Jankes Soulfood

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„Wir sollten auf unseren Körper achten und das essen, was uns gut tut.“

Beschreibe Deinen Blog in zwei Sätzen und erkläre, was das Besondere daran ist!

Auf Jankes*Soulfood gibt es süße, herzhafte, große und kleine Gerichte aus der Alltagsküche einer leidenschaftlichen Hobbyköchin und Backbegeisterten. Meine größte Motivation ist es, die Leser für handgemachtes, frisches Essen zu begeistern und zu zeigen, wie einfach und lecker es ist mit ehrlichen Zutaten zu kochen und backen.

Wie bist du auf die Idee gekommen, einen eigenen Foodblog zu starten?

Mein Blog entstand sehr spontan und quasi über Nacht. Das Leben hatte mir eine krankheitsbedingte Auszeit auferlegt und mein Kopf brauchte dringend eine Aufgabe. Die Summe meiner liebsten Hobbies ergaben einen Foodblog – nur den Hund musste ich wieder heraus rechnen. So blieben das tägliche Kochen für die Familie, das kreative Anrichten und Fotografieren und schließlich noch das Schreiben von Texten. Ich habe einfach losgelegt und in den ersten Wochen jeden Tag einen Beitrag gebloggt. Damit habe ich meinem Alltag eine neue Struktur gegeben und was zu Beginn vielleicht „therapeutisch“ von mir angelegt war, wurde inzwischen zu einem Hobby, in das ich all mein Herzblut stecke.

Was ist dein persönliches Lieblingsgericht?

Es gibt nicht DAS EINE Leib- und Seelgericht. Ich habe eine große Schwäche für gute Hausmannskost. Mich kann man mit Kohlrouladen, Gemüsekuchen oder Nudelauflauf oftmals mehr begeistern als mit irgendeinem exquisiten Menü. Eine schöne Restepfanne quer durch den Kühlschrank würde ich jedem Hummer vorziehen.

Hand aufs Herz - was gibt es zu essen, wenn du mal gar keine Lust auf Kochen oder Backen hast?

Nudeln mit Butterbröseln und eingekochtem Obst, Sandwiches oder einen Falafel vom Lieblingstürken.

Hast Du ein (Koch-)Vorbild?

Wie viele meiner Generation mag ich die jungen Wilden Köche Tim Mälzer und Jamie Oliver. Die fassen auch mal mit den Händen ins Hack und machen sich schmutzig. Außerdem bewundere ich ihr Engagement in Sachen Schulessen.

Woher holst du deine Inspirationen?

Meine Mam arbeitet in einer Bibliothek und ist meine „Kochbuchdealerin“. Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass unser Haus noch keinen Anbau brauchte. Ansonsten stöbere ich gerne durch nationale und internationale Blogs, Rezeptseiten im Internet und Koch-Apps. Der Rest ergibt sich beim Einkauf oder je nach Saison durch die Ernte in unserem Garten.

Nach Rezept oder nach Gefühl: Wie kochst du am liebsten?

Beim Kochen nehme ich mir alle Freiheiten. Da wird spontan ergänzt, geändert und abgeschmeckt. Der Block für Notizen liegt natürlich immer bereit.
Beim Backen halte ich mich an Grundrezepte, das ist oft unerlässlich, wenn der Teig gelingen soll. Weitere Zutaten variiere ich nach Lust, Laune und Geschmack.

Welches Küchengerät würdest du nicht mehr missen wollen?

Ein gutes Allzweckmesser ist Gold wert, denn ich schnippel für mein Leben gerne Gemüse. Ich finde das sehr entspannend. Außerdem habe ich einen sehr treuen, alten Mixer. Bisher habe ich es einfach nicht übers Herz gebracht, ihn gegen einen leistungsstärkeren (und optisch ansprechenderen) einzutauschen. Er dankt es mir mit seinen unermüdlichen Drehungen.

Worauf achtest du beim Einkauf deiner Zutaten?

Mir ist wichtig woher meine Lebensmittel kommen. Besonders beim Fleisch lege ich großen Wert auf Bioqualität und Herkunft. Es gibt so gute Alternativen zur abgepackten Ware aus dem Supermarkt. Bei Obst und Gemüse hingegen sind mir Regionalität und Saisonalität wichtig. Ich brauche im Winter keine frischen Beeren, Tomaten oder Zucchini vom anderen Ende der Welt. Neben der positiven Ökobilanz steigt gleichzeitig auch die Vorfreude auf die jeweilige Saison.
Seitdem ich blogge und meine Rezepte mit anderen teile, lege ich außerdem Wert darauf, dass meine Zutaten so wenig bunte Zusatzstoffe wie möglich beinhalten. Ich drehe ein Produkt um, bevor es im Einkaufswagen landet und überfliege die Zutatenliste. Nicht selten landet eine Packung dann eben wieder im Regal.

Dinner for Two: Mit welchem Menü willst du deinen Liebsten verzaubern?

Die Antwort ist Pasta! Und ein Rumpsteak. Und wir kochen zusammen, weil das mehr Spaß macht.

Es ist der Geburtstag deiner besten Freundin - was bringst du Schmackhaftes mit?

Wenn sie sich nicht unbedingt einen Kuchen wünscht, habe ich definitiv irgendein Fingerfood im Gepäck. Herzhafte Muffins, Hefeteigschnecken, Mini-Quiches, Brotstangen – etwas in dieser Richtung.

Welche Web-Seiten zum Thema Food nutzt du gerne?

Ich bin sehr gerne auf den Seiten des Magazins „Lecker“ unterwegs. Außerdem nutze ich das „Rezeptebuch“ und stöbere mich häufig durch Pinterest.

Welche Online-Shops für Lebensmittel und besondere Zutaten kannst du empfehlen?

Ehrlich gesagt kaufe ich selten Lebensmittel im Web. Wenn ich mal etwas Außergewöhnliches suche, finde ich es oft bei Gourmondo und die Gewürze von Sonnentor finde ich klasse.

Abgesehen von deinem eigenen Blog - welche Foodblogs liest du am liebsten?

Einen einzigen hervorzuheben, finde ich äußerst schwer. Ich mag authentische Blogs. Es sind nicht immer die besten Fotos, die abstraktesten Rezepte oder Texte, die mich auf einer Seite halten. Ich kehre dann zurück, wenn man dem Blog anmerkt, dass es dort jemand ehrlich meint, mit dem was er macht. Wenn ich merke, dass im Essen, den Texten oder Fotos Leidenschaft steckt und nicht reine Selbstdarstellung die Antriebskraft ist.

Superfood, Fatburner, Low Carb... - was hältst du von den aktuellen Food-Trends?

Diese Trends kommen und gehen. In den 90ern hat man alles mit Leinsamen bestreut, heute ist es Chia. Ich wünschte mir stattdessen mehr Achtsamkeit und einen prüfenden Blick auf die Produkte, die uns schmecken. Da müsste dringend ein gewaltiger Ruck durch die Lebensmittelindustrie gehen. Wenn Herkunft und Verarbeitung der Lebensmittel in unserer Gesellschaft eine so große Rolle spielen würden wie der neue Pumpkin-Chai-Latte, schlank machende Overnight Oats und Gojibeeren, wäre die Welt ein kleines bisschen besser und es gäbe weit weniger Unverträglichkeiten. Bis dahin sollten wir auf unseren Körper achten und das essen, was uns gut tut.

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