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Interview mit Malte Adrian von Maltes Kitchen

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Malte Adrian von Maltes Kitchen

Malte Adrian von Maltes Kitchen

„Lecker muss es sein und glücklich muss es machen, dann ist es genau richtig.“

Beschreibe Deinen Blog in zwei Sätzen und erkläre, was das Besondere daran ist!

Das ist wirklich nicht so einfach zu beschreiben, weil mein Blog für mich selbst gar nicht Besonders ist. Ich koche halt gerne und wenn mir etwas schmeckt, dann habe ich Spaß daran es zu zeigen und das Rezept weiterzugeben. Wenn ich an das Feedback denke, welches ich im Laufe der Zeit bekommen habe, dann mögen meine Leser am meisten an meinem Blog wohl die Nachkochbarkeit. Ich koche selten Gerichte die super aufwendig sind oder für die man ewig am Herd stehen muss. Bei mir muss es schon auch schnell gehen, aber es muss immer richtig lecker sein, sonst sind auch 30 Minuten verschwendete Zeit. Außerdem sagt man mir nach, dass ich ein gutes Händchen bei meiner Rezeptauswahl habe. Wer bei mir reinschaut, findet bestimmt recht schnell ein paar Rezepte, die Lust aufs Nachkochen machen.

Wie bist du auf die Idee gekommen, einen eigenen Foodblog zu starten?

Im Grunde war der Blog zu Beginn mein persönlicher Tritt in den Hintern. Ich hatte mich entschlossen nicht mehr täglich Fast Food zu essen und wollte das Kochen lernen. Da ich häufiger mal tolle Ideen habe und diese dann nach 2 Wochen wieder fallen lasse, brauchte ich eine extra Motivation, damit das hier nicht auch passieren würde. Da ich Blogs, wenn auch aus anderen Themenbereichen, ganz toll fand und eifriger Blogleser war, habe ich mich spontan entschlossen selbst einen Blog zu starten. Ich habe dann 4 oder 5 Gerichte gekocht und verbloggt und dann stand das Ding erst mal 1 Jahr still. Hat also ganz super funktioniert, mein Plan. Nach einem Jahr hatte ich dann endgültig keinen Bock mehr auf täglich fettige Pizza, Currywurst und Co. und habe den Blog aufleben lassen. Wenigstens ein halbes Jahr wollte ich regelmäßig kochen und bloggen und irgendwann fing dann beides an sehr viel Spaß zu machen. Also bin ich dabei geblieben.

Was ist dein persönliches Lieblingsgericht?

Nichts geht über ein saftiges Dry Aged Rib Eye Steak, wenn möglich vom Beefer, mit etwas Thymian-Zitronen-Butter, Meersalz und grobem Pfeffer.

Hand aufs Herz - was gibt es zu essen, wenn du mal gar keine Lust auf Kochen oder Backen hast?

Wenn es wirklich brennt und der Kohldampf groß ist, dann gibt es meistens etwas vom Chinesen oder eine Pizza mit frischen Tomaten, Mozzarella und Basilikum. Wenn der Hungerast noch nicht in Sicht ist und ich die Zeit habe selbst loszufahren, dann gibt es einen guten Burger von Tofino in Essen oder von Piwis in Oberhausen. Und das kommt häufiger vor, als man das einem Foodblogger zutrauen würde. Leider. Aber ich arbeite daran.

Hast Du ein (Koch-)Vorbild?

Man sagt zwar das Engländer nicht kochen können, aber ohne Jamie Oliver würde ich wohl eher nicht selbst am Herd stehen. Seine locker Art und seine Begeisterung zu kochen, habe mich angesteckt. Bei Jamie sieht alles immer ganz easy aus, bei mir geht es aber eher nicht so locker-flockig von der Hand. Ich vermute ja, Jamie übt heimlich. Neben Jamie ist ein anderer Engländer mein persönlich Kochgott und zwar Nigel Slater. Der Mann ist ein Genie und alles was ich jemals von ihm nachgekocht habe war großartig.

Woher holst du deine Inspirationen?

Ich habe eine ganz ordentliche Sammlung an Kochbüchern im Esszimmer stehen, mittlerweile sind es sicher über 100 Stück. Daneben muss ich auch noch alles an Kochzeitschriften kaufen, was nicht schnell genug vor mir versteckt werden kann. Natürlich habe ich schon unzählige Zeitschriften im Schrank stehen und könnte mit den darin enthaltenen Rezepten locker die nächsten 50 Jahre 3 mal täglich warm kochen, trotzdem kann ich nicht aufhören die Dinger zu kaufen. Ich bin ein Kochzeitschriftenopfer. Jetzt ist es raus.

Nach Rezept oder nach Gefühl: Wie kochst du am liebsten?

Ganz klar nach Rezept. Ich habe da so einen Tick und wenn ich zum ersten Mal ein Rezept nachkoche, halte ich mich sklavisch an die Vorgabe. Irgendwann habe ich mir mal eingeredet, dass ich das so machen müsste um zu verstehen, was der Koch mit diesem Gericht aussagen möchte. Seit Nigel Slater weiß ich aber, dass das ziemlicher Unsinn ist. Ein Rezept ist nur eine Idee, eine Anregung und man sollte es selbst mit Leben füllen. Einer meiner Vorsätze für 2016 ist es dann auch, endlich weniger nach Rezept und mehr aus dem Bauch heraus zu kochen. Vielleicht kommt ja etwas Leckeres dabei heraus, sonst wird es eben nur schön fotografiert, merkt ja keiner!

Welches Küchengerät würdest du nicht mehr missen wollen?

Mein scharfes Messer. Ohne ein scharfes Messer geht nichts. Und meinen Korkenzieher! Für ein Glas Rotwein gilt das gleiche wie für ein scharfes Messer.

Worauf achtest du beim Einkauf deiner Zutaten?

Natürlich auf die Frische und wann immer es möglich ist, auch auf die Regionalität. Seit einiger Zeit versuche ich 2 mal die Woche den Wochenmarkt zu besuchen und dort mein Obst und Gemüse einzukaufen. Wenn es um Fleisch geht, kaufe ich ausschließlich bei meinem Metzger des Vertrauens ein. Wenn ich Lust auf Schweinefleisch habe, kaufe ich ausschließlich Fleisch vom Duroc-Schwein. Bei Hähnchenfleisch ausschließlich Kikok-Hähnchen, ein mit Mais gefüttertes Hähnchen. Leider wohne ich in einer Stadt in der die Auswahl an Qualitätsfleisch eher gering ist und so kaufe ich auch gerne hochwertiges Fleisch im Internet ein. Während ich bei allen anderen Lebensmitteln auch mal schludere und zum Beispiel Obst und Gemüse gelegentlich im Supermakt oder beim Discounter kaufe, bin ich beim Thema Fleisch absolut konsequent.

Dinner for Two: Mit welchem Menü willst du deine/n Liebste/n verzaubern?

Meine Liebste ist beim Thema Essen etwas speziell, deswegen wäre das ein eher ungewöhnliches Menü. Die Vorspeise würde entfallen, so bliebe mehr Zeit für den Hauptgang und den Nachtisch. Als Hauptspeise gäbe es eine riesengroße Portion Nudeln mit Tomatensauce. Große Kochkunst! Aber sie steht halt tierisch darauf und wenn ich ihr glauben darf, mache ich die beste Tomatensauce ever, ever. Zum Nachtisch gäbe es eine Becher Ben & Jerrys Eis. Das wäre ein chilliger Abend für den Foodblogger. Das darf ich auch eigentlich niemanden erzählen, also streicht das besser mal raus!

Es ist der Geburtstag deiner besten Freundin - was bringst du Schmackhaftes mit?

Ich mache aus der Freundin mal einen Freund und ich würde definitiv ein paar langsam gegrillte Spare Ribs mitbringen, natürlich mit einer richtig geilen selbstgemachten BBQ-Sauce. Das ist so, so gut! Für gute Freundinnen mache ich übrigens gerne mal einen Nachtisch mit im Ofen gebackener Mango, mit Butterstreusel und Schokosauce. Die Mädels lieben diesen Nachtisch total.

Welche Web-Seiten zum Thema Food nutzt du gerne?

Ich lese fast ausschließlich Foodblogs und treibe mich sonst eher wenig auf speziellen Webseiten zum Thema Food herum.

Welche Online-Shops für Lebensmittel und besondere Zutaten kannst du empfehlen?

Das sind bei mir fast ausschließlich Shops mit qualitativ hochwertigem Fleisch im Angebot. Otto-gourmet.de oder Fleischgeniesser.de. Am liebsten kaufe ich aber nach wie vor auf Wochen- oder Bauernmärkten oder direkt beim Fleischer. Dort kann ich mir die Produkte aus nächster Nähe anschauen, sie anfassen, daran riechen und gleichzeitig noch ein kleines Schwätzchen mit dem Verkäufer halten.

Abgesehen von deinem eigenen Blog - welche Foodblogs liest du am liebsten?

Viel zu viele, um sie hier auch nur annähernd alle aufzuzählen. Es gibt so verdammt viele großartige Foodblogs da draußen und mein Feedreader platzt aus allen Nähten. Ich nenne jetzt einfach mal stellvertretend für die vielen tollen Foodblogs Kochtopf, Kuriositätenladen und Knusperstübchen.

Superfood, Fatburner, Low Carb... - was hältst du von den aktuellen Food-Trends?

Jeder Trend hat seine Berechtigung und die Menschen sollen das essen, was sie gerade glücklich macht. Das ist ja oft auch vom aktuellen Lebensgefühl abhängig. Ich selber bin relativ trendresistent und koche eigentlich immer mein Ding, egal was gerade mal wieder besonders abgefeiert wird. Lecker muss es sein und glücklich muss es machen, dann ist es genau richtig.

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